Haut

Hauttumore

„Hautkrebs“, Melanome, Non-melanoma-skin cancer der Haut und Schleimhäute zusammengefasst, repräsentiert die häufigste maligne Neoplasie des Menschen und die Tendenz dieser Entitäten ist steigend.

Während Basaliome und Plattenepithelkarzinome besonders häufig in der Bevölkerung sind, besteht beim fortgeschrittenen Melanom eine frühe Tendenz zur Metastasierung und damit eine ungünstige Prognose. Macht die Anzahl der Melanome zwar nur etwa 5-10% aller Hauttumore aus, so ist diese Tumorerkrankung doch für mehr als 90% aller Todesfälle an Hautkrebs verantwortlich.

In den frühen Stadien ist Hautkrebs gut behandelbar. Früherkennungs- und Präventionprogramme sind überaus erfolgreich („Sonne ohne Reue“). Waren bis vor ein paar Jahren die Therapieoptionen für fortgeschrittene Hautkrebserkrankungen äußerst beschränkt und die Wirksamkeit bescheiden, so geben uns die letzten Jahre Hoffnung, diese Erkrankungen besser behandeln zu können. Dies ist vor allem den sogenannten „targeted therapies“ zu verdanken, die es uns erlauben, unsere Patienten individueller und effektiver zu behandeln.

Die Arbeitsgruppe „Melanom und dermatologische Onkologie“ der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV) orientiert sich in ihren Empfehlungen an den deutschsprachigen und internationalen Richtlinien. Internationale Leitlinien haben immer den Nachteil, dass sie einen Kompromiss, einen „kleinsten gemeinsamen Nenner“, darstellen, da sie auf lokale Gegebenheiten, Ressourcen und sozialversicherungstechnische, spezifische Gesetze Rücksicht nehmen müssen. Aber auch nationale oder lokale Leitlinien stellen lediglich Empfehlungen dar, die keinen Gesetzescharakter haben können. Sie sind für Ärzte unverbindlich und haben weder haftungsbegründende noch haftungsbefreiende Wirkung. Die letztendliche Entscheidung und Verantwortung, wie der onkologische Patient zu behandeln ist, verbleibt somit beim betreuenden Arzt.

Es wurde unsererseits versucht, die Kapitel knapp und möglichst übersichtlich zu strukturieren, sodass der dermato-onkologisch tätige Arzt rasch die geeigneten Informationen für Diagnostik und Therapie erhalten kann. Wir hoffen, dass unsere an die Tiroler Gegebenheiten regional angepasste Synthese geltender Richtlinien den PatientInnen zugutekommt.

Prof. Georg Weinlich
Prof. Van Anh Nguyen

Inhaltsverzeichnis

  1. Melanom
  2. Basaliom
  3. Plattenepithelkarzinom
  4. Merkelzellkarzinom
  5. Dermatofibrosarkoma protuberans
  6. Literatur

empfehlungen

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Mitwirkende in der Arbeitsgruppe Hauttumore

  • Ao. Univ.-Prof. Dr. Georg Weinlich (Dermatologie & Venerologie, Innsbruck)
  • Ao. Univ.-Prof. Dr. Van Anh Nguyen (Dermatologie & Venerologie, Innsbruck)
  • Dr. Arpad Sztankay (Strahlentherapie-Radioonkologie, Innsbruck)
  • Univ.-Prof. Dr. Gerhard Pierer (Plastische-, Rekonstruktive- und Ästhetische Chirurgie Innsbruck)
  • Univ.-Prof. Dr. Dr. Michael Rasse (Zahn-, Mund- & Kieferheilkunde, Innsbruck)
  • Univ.-Prof. Dr. Herbert Riechelmann (HNO, Innsbruck)
  • Univ.-Prof. Dr. Johann Pratschke (Chirurgie, Innsbruck)
  • Univ.-Doz. Dr. Eberhard Gunsilius (Hämatologie, Innsbruck)
  • Ao. Univ.-Prof. Dr. Reto Bale (Radiologie, Innsbruck)
  • Dr. Renate Frank (Radiologie, Innsbruck)

Satz, Gestaltung und Version

Dr. Eugen Preuß
pdl, Innsbruck
Version 1.0 (2012)
Version 2.0 (2016)
Copyright: pdl 2016