Lunge

Lungenkarzinom

Die Betreuung onkologischer Patienten kann angesichts der immer komplexeren Therapiestrategien nur noch durch enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen erfolgen.
Der Tiroler Arbeitskreis für Onkologie (TAKO) wurde unter anderem mit der Zielsetzung gegründet, die Qualität in der onkologischen Patientenbetreuung zu optimieren. Eine besondere Aufgabe besteht darin, das rasch wachsende Wissen auf dem Gebiet der Onkologie zusammenzufassen, zu bewerten und in Form von Empfehlungen für das Bundesland Tirol, allen onkologisch tätigen Ärzten anzubieten. Ein besonderes Anliegen ist es, diese Leitlinien der medizinischen Infrastruktur in Tirol anzupassen.

Das Bronchialkarzinom ist einer der häufigsten Tumore weltweit, mit einer immer noch sehr hohen Sterblichkeit. Die rasche Entwicklung im Bereich der Diagnostik und Therapie, insbesondere die zunehmend individualisierte Behandlung, basierend auf molekularbiologischen Untersuchungen, hat unser Verständnis der Erkrankung und ihre Behandlung wesentlich verändert. Im Management des Bronchialkarzinoms sind die verschiedensten Fachdisziplinen gefordert. Dabei garantiert eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Radiologen, Nuklearmedizinern, Chirurgen, Pathologen, Pneumologen, Onkologen und Radioonkologen eine optimale Patientenbetreuung.

Die Arbeitsgruppe Bronchialkarzinom wurde im Jahr 2004 ins Leben gerufen und hat sich von da an den genannten Zielsetzungen intensiv gewidmet. Im Jahr 2006 wurden Empfehlungen erstmals publiziert und jetzt im Jahr 2010 grundlegend überarbeitet. Die Autoren haben auf eine hohe Aktualität und zugleich praktische Umsetzbarkeit der Empfehlungen Wert gelegt.

Die einzelnen Kapitel wurden möglichst übersichtlich und knapp verfasst. Im Gegensatz zu vielen allgemein gehaltenen nationalen und internationalen Leitlinien, wird in den vorliegenden Empfehlungen auch auf zahlreiche praxisrelevante Details eingegangen.

Trotz der angestrebten hohen Aktualität entbinden die TAKO Empfehlungen den onkologisch tätigen Arzt nicht von seiner persönlichen Verantwortung in der direkten Patientenbetreuung.

OA Dr. August Zabernigg, Kufstein
Leitung und Koordination

Prim. Dr. Herbert Jamnig, Natters
Stellvertreter Pneumologie

Ao. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Hilbe, Innsbruck
Stellvertreter Internistische Onkologie

Inhaltsverzeichnis

  1. Epidemiologie
  2. Screening
  3. Stadieneinteilung desLungenkarzinoms
  4. Diagnostische Vorgehensweise bei Verdacht auf Lungenkarzinom
  5. Präoperative Diagnostik und postoperative Risikoabschätzung
  6. NSCLC im Stadium I und II
  7. NSCLC im Stadium IIIA
  8. NSCLC im Stadium IIIB
  9. Pancoast Tumore
  10. Adjuvante Therapie nach R0 Resektion
  11. Empfehlungen zur Radiochemotherapie des NSCLC im Stadium IIIA/B und bei Pancoast Tumoren
  12. NSCLC Stadium IV
  13. SCLC
  14. Tumornachsorge und Verlaufskontrollen
  15. Lungenmetastasen
  16. Anhang

empfehlungen

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Mitwirkende in der Arbeitsgruppe Lungenkarzinom

  • ao. Univ.-Prof. Dr. Johannes Bodner (Thoraxchirurgie, Innsbruck)
  • ao. Univ.-Prof. Dr. Michael Fiegl (Innere Medizin, Onkologie, Innsbruck)
  • OA Dr. Bernhard Furtmüller (Chirurgie, Kufstein)
  • OA Dr. Martin Hackl (Pneumologie, Natters)
  • OA Dr. Rene Hack (Pneumologie, Natters)
  • ao. Univ.-Prof. Dr.Wolfgang Hilbe (Innere Medizin, Onkologie, Innsbruck)
  • OA Dr Robert Jäger (Radioonkologie, Innsbruck)
  • Prim. Dr. Herbert Jamnig (Pneumologie, Natters)
  • ao. Univ.-Prof. Dr. Christian Kähler (Innere Medizin, Innsbruck)
  • Prim. Univ.-Doz. Dr. Rudolf Knapp (Radiologie, Kufstein)
  • OA Dr. Paolo Lucciarini (Thoraxchirurgie, Innsbruck)
  • ao. Univ.-Prof. Dr. Meinhard Nevinny-Stickel (Radioonkologie, Innsbruck)
  • Dr. Wilhelm Oberaigner Klinische (Epidemiologie, Innsbruck)
  • OA Dr. Georg Pall (Innere Medizin, Onkologie, Innsbruck)
  • ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Schmid (Thoraxchirurgie, Innsbruck)
  • Prim. Univ.-Doz. Dr. Ewald Wöll (Innere Medizin, Onkologie, Zams)
  • OA Dr. August Zabernigg (Innere Medizin, Onkologie, Kufstein)
  • ao. Univ.-Prof. Dr. Bettina Zelger (Pathologie, Innsbruck)

Satz, Gestaltung und Version

Dr. Eugen Preuß pdl, Innsbruck
Version 2.0
Copyright: pdl 2010